Monthly Archives: Oktober 2015

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Mehrfachfotografie

Category : Technik

Kennt ihr diese tollen Fotos, wo jemand doppelt oder sogar dreifach zu sehen ist? Ich habe immer solche Fotos im Internet bewundert, weil diese Art der digitalen Komposition für Witz und Einfallsreichtum steht. Wie so oft im Leben gibt es sicher auch eine App dafür (die ich nur noch nicht kenn), aber es geht auch klassich mit den Bordmitteln jedes fotoambitionierten „Nerds“:
– Kamera, Stativ und Bildbearbeitungsprogramm (also doch eine App, nur für den PC)

Wer kein Photoshop sein eigen nennt (das früher sehr teuer war und nun relativ günstig im Abo ausgeliehen werden kann), kann auch auf Gimp zurückgreifen, denn ihr braucht ein Programm, wo ihr eure Aufnahmen übereinanderlegen könnt.

Das müsst ihr euch wie bei einen Tageslichtprojektor aus der Schulzeit vorstellen: ihr legt die Aufnahmen übereinander und ihr radiert alles aus, was da nicht hingehört, so dass nur noch euer fertig komponiertes Bild übrig bleibt.

Viel besser erklären kann das der Benjamin Jaworskyj in seinen Youtube Kanal, den ich jedem Fotointeressierten ans Herz legen kann, denn der Benjamin kann auf eine so unterhaltsame Art über die Facetten der Fotografie plaudern, dass sein Kanal der erfolgreichste Fotokanal Deutschlands ist!

Unter diesem Link seht ihr ein schönes Making-of über Mehrfachbelichtungen:

Wichtig bei der Gestaltung ist: das Stativ muss auf der Stelle bleiben und die Belichtung sollte wie auch die Blende und der Autofokus manuell fest eingestellt sein. Wenn ihr mit einen Blitz arbeitet, achtet darauf, dass dieser ebenfalls fest eingestellt ist und das Licht nicht zu hart auf den Hintergrund fällt. Durch verschiedene Positionen müsst ihr sonst den Hintergrund in seiner Helligkeit anpassen oder sauberer die einzelnen Aufnahmen aus“radieren“, bzw ausmaskieren, denn jede Ebene wird mit einer Maske belegt, die entscheidet, was durch“scheint“ und was nicht.

IMG_0054Nahmen wir das Titelbild: ich hatte die Idee, mal auf einen fliegenden Teppich zu fliegen. Da ich auch nicht mehr der Jüngste bin, empfand ich ein Kissen als gemütlicher. Also fing ich an, die Kamera zu positionieren und ebenfalls die Stühle für mich als Zuschauer; Tisch, Stühle und Stativ durfte ich NICHT bewegen. Also rauf auf die wackelige Konstruktion und los ging die Reise (dagegen war Atrejus Flug auf dem Glücksdrachen Fuchur ein Witz). Ich habe ca. 10 Aufnahmen mit mir auf dem Kissen gemacht und das Bild rausgesucht, was nachher zur Gestaltung passte.

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Danach kam das Teeservice, den Besucher ohne Tee geht ja nun gar nicht und um das Ganze auch im Detail stimmig zu halten, brauchte ich ja eine Spiegelung des „fliegenden Kissens“ auf der Teekanne, bevor ich zu den Gästen kam..

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Diese sind nicht sehr vielfältig gekleidet, dafür hatte ich dann wohl mal wieder keine Zeit. Aber es geht ja auch um die Technik. Und wenn ihr das Ganze selbst am PC ausprobiert, ist es gar nicht so schlimm! Das Hauptmotiv packt ihr z.B. hier ganz nach oben im Ebenenstapel und die verwunderten Besucher hinten einfach weiter unten, so überlagert sich die einzelnen Bilder vom Inhalt und alles andere ist nur eine feine Pinselführung beim ausmaskieren..

Die Ideen sind unbegrenzt und es macht einfach Spaß, sich darin auszutoben: weitere Bilder habe ich im Ordner „Mehrfachbelichtungen“ im Portfolio. Schaut doch mal rein!

Assi und Reich 3

2 Aufnahmen mit Olympus 25mm 1,8 in PS verschmolzen

2 Aufnahmen mit Olympus 25mm 1,8 in PS verschmolzen


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Bokeh

Bokeh
Wenn man sich näher mit dem Thema Fotografie beschäftigt, dann stolpert man immer mehr über fremdartige Begriffen. Es fängt bei Blende, Tiefenschärfe, Schärfentiefe oder Verschlußzeit an und irgendwann wird es pervers: denn alle reden über Bokeh. Was sich erstmal wie der Mittelpunkt eines Erwachsenenfilms anhört ist tatsächlich japanisch und das absolute Gegenteil von allem, was man unter Scharf versteht.
Dazu schreibt Wikipedia.de:
„Bokeh (von jap. 暈け, auch ぼけ oder ボケ geschrieben, boke „unscharf, verschwommen“)[1] ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff für die Qualität eines Unschärfebereichs. Unscharfe Gebiete eines Fotos (oder Films) werden von einem Objektiv durch Projektion auf eine Abbildungsebene (heute typischerweise einen Lichtsensor) erzeugt. Sie sind sozusagen „Erfindungen“ des Objektivs; das Auge sieht die Unschärfen nicht oder anders. Bokeh versucht, die meist subjektive, ästhetische Qualität dieser objektivabhängigen Unschärfen zu kennzeichnen; dabei geht es nicht um die Stärke der Unschärfe, sondern darum, wie die Unschärfebereiche aussehen, etwa wie Ringe oder Kreise. (…)“
Hört sich alles erstmal komisch an, dabei ist es tres simple: nehmt ihr ein Foto mit eurem iphone auf und habt alles scharf, so dass man hinten auf der Geburtstagsfeier noch Tante Erna winken sieht, ist das kein Bokeh, denn auch wenn Tante Erna vielleicht verschwommen sieht, so seht ihr eure Lieblingstante noch schärfer als euch jemals lieb war.
Fokussiert ihr dagegen auf ein Motiv ganz nah an eurer Kamera und hinten sieht man nur noch eine Ahnung dessen, was da mal vorher war, dann kommen wir in das beliebte Theorem des Bokehs; hier entscheidet sich nicht alleine nur Unscharf, sondern auch, wie schön sich die Details im Hintergrund verlieren, also wie cremig das Ganze ausschaut und wie z.B. Lichter abgebildet werden.
Hilfreich dazu ist eine Kamera, bei der ihr die Objektive wechseln könnt, also eine Systemkamera; dazu ein möglichst großer Sensor und ein Objektiv mit einer Blende zwischen f1,2 bis f5,6; wobei eine Blendenöffnung von 5,6 nur bei einen Objektiv mit langer Brennweite gut funktioniert.
Kurzum, um das Subjekt schön vor einen verschwommenen Hintergrund zu separieren, braucht es viel Glas im Objektiv oder ihr setzt so ein Teleobjektiv dran..
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Im Foto links seht ihr ein schönes Beispiel für einen schönes Verlauf des Hintergrundes; die anderen Mohnpflanzen im Hintergrund ergeben ein stimmigen Verlauf und stören nicht das Hauptmotiv. Eine schöne Komposition, welches mittels eines Teleobjektiv mit hoher Blendenöffnung erreicht wird. Hier waren es 200mm bei Blende 2,8.
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Auf dem Foto rechts handelt es sich um einen Bildauschnitt: die Biene fliegt auf die Lavendelblüte zu und durch den Winkel hatte ich im Hintergrund abstand zu den nächsten Pflanzen, so dass hier der Hintergrund nur noch ein Mischmasch aus Grüntönen ist. Hier würde ich von einen besonders schönen Bokeh sprechen, wie sie typisch für ein Teleobjektiv der Luxusklasse bei Canon sind (es war das 70-200 2,8 IS USM L II,welches ich aber nicht mehr habe).

Das Bild unterhalb habe ich deshalb so groß gewählt, um den Eindruck zu verstärken, den es beim Betrachter auslöst: der Verlauf wirkt absolut unruhig. Ich hatte hier das Canon 35mm 1,4 USM benutzt (aktuell durch ein Sigma 35mm 1,4 ART ersetzt) und bedingt durch die kurze Brennweite von 35mm und trotz einer guten Blendenöffnung von f1,4 konnte ich es hier nicht schaffen, dass der Hintergrund ruhig verschwimmt.
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Ähnliches passiert auch, wenn ihr versucht vor Bäumen oder Büschen euer Motiv freizustellen, auch hier sieht es sehr schnell „unruhig“ aus und euer Objektiv muss schon verdammt gut und teuer sein, um den Nachteil des schlechten Hintergrundes wettzumachen..

Wie so oft in der Fotografie ist es eine Standortfrage, wie das Bild zur Geltung kommt. Mit einer günstigen Tele(zoom) Linse ist es auch möglich, schöne Bilder mit cremigem Hintergrund zu erzeugen- da muss es nicht teuer sein.. Aber moderne Objektive wie z.B. die Sigma ART Reihe helfen ungemein, schöne Bilder zu erzeugen, die sich in ihrer Bildsprache vom Einerlei abheben und dazu ein schönes „Bokeh“ liefern..movie Fifty Shades Darker 2017

Probiert und experimentiert, es lohnt sich!


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Mein Besuch auf der Chinesischen Mauer

Category : Blog

Im September 2015 erfüllte ich mir einen Lebenstraum und tat meine ersten Schritte auf der Chinesischen Mauer. Eigentlich ist sowas ziemlich unspektakulär und irgendeinen erfüllbaren Wunsch gibt es immer. In meinen Fall war ich seit den 80ern viele Jahre lang Fan des chinesischen Fantasy Kinos. Filme wie „A Chineses Ghost Story“ revolutionierten meine Sehgewohnheiten mit in der Luft schwebenden Kämpfern und sagenumwobenden Schwertern. Bis dahin kannte ich nur die „Fresse dick“ Filme mit Bud Spencer und Terence Hill und schlecht gemachte Horrorfilme..
Ich war fasziniert von so einem Land, welches eine lange imposante Mauer als Verteidigungswall bauen konnte und sagte mir, dass ich da eines Tages mal drauf stehe.
Für einen jungen Ostfriesen aus einem kleinen Dorf nahe Leer war das schon ein hoch gesteckter Traum. Wie das Leben so ist, kommt irgendwann der Alltag, der Beruf und jährliche freizeit-kompatible Erholungsreisen; eine Fernreise kam mir immer ferner vor.. Bis ich beruflich die Chance bekam, meine Hobbit-artige Gemütlichkeit auf die Probe zu stellen und im Ausland zu arbeiten. Nach Ländern wie Algerien, Tunesien, Indonesien und Städten wie New York City und Istanbul hatte ich plötzlich diese Neugier und Hunger auf mehr Länder. Irgendwie war ich angefixt, auch mal woanders meinen Urlaub zu verbringen und so nutzte ich meine Kontakte weltweit und besuchte Freunde und Kollegen in Ländern wie Burkina Faso, New Delhi, Bangkok und nun Peking und Hongkong (zu Hongkong habe ich neben Peking auch einen Ordner hier erstellt und ein Blog folgt auch noch).

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Als wir am 26.09. mit unserem Fahrer aufbrachen, war ich hundemüde. Den Abend zuvor gab es ein unglaublich tolles Teppanyaki Essen mit vielen Leuten und das Essen war sehr reichhaltig und zu Trinken gab es ja auch noch was. So hatte ich mit Sodbrennen zu kämpfen und konnte daher schlecht einschlafen. Unser Fahrer konnte nicht wirklich viel Englisch und fuhr den Wagen permanent sowas von untertourig, das ich schon den Kaleun schreien hörte „Dass muss das Boot aushalten, Männer!!“. Da war an Schlaf durch den Pekinger Berufsverkehr auch nicht viel zu denken. Außerhalb Pekings wurde es angenehm ländlich und es gab einige Ziegenherden, die unseren Weg kreuzten. Für unseren Fahrer alles kein Problem und wir waren ja eh nicht auf der Flucht..
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Nach knapp 2 Stunden Fahrt kamen wir an einem touristisch unerschlossenen und unrenovierten Stück Mauer an. Es gibt bekannte Aussichtsstätten wie Badaling oder Mutianyu, die sicher sehr schön sind, aber es sollen dort sehr sehr viele Touristen sein, und ich wollte gerne etwas Anderes.
Der Aufstieg zur Mauer war wirklich anstrengend für einen müden Exilostfriesen; zudem mussten wir an einem Privatgrundstück einer pfiffigen Restaurantbesitzern vorbei, die entweder „Eintritt“ nimmt oder man verspricht, bei ihr was zu essen. Da Tobias, mein Begleiter, auch kein Hungeropfer ist versprachen wir die spätere Einkehr an ihrem Tisch.
Der sehr steile Aufstieg auf der Mauer war schon anstrengend, da die Stufen teilweise fehlten oder einfach durch eine gerade Bodenfläche abgelöst wurden (vielleicht so ein Verteidigungsding, um Angreifer besser nach unten zu drücken).Tobias blieb am unteren Stück und ich kämpfte mich Schritt für Schritt nach oben durch (dank Ibuprofen).

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Hölle, war das steil! Aber der Ausblick und das Gefühl, da oben zu stehen, ging mir durch Mark und Bein! Dieser Moment, wo ich da oben alleine stand und mir alles klar wurde, wo ich denn jetzt stehe (auf der Chineischen Mauer!! Yeah!), löste ein unglaublich tiefes, erlösendes Gefühl aus! Normalerweise wird einem ja die Exotik des Augenblicks oft erst Jahre später bewusst, aber an jenen Samstag vormittag war ich einfach nur glücklich!


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Meine erste Website

Category : Uncategorized

Nach meiner China Reise Anfang September 2015 habe ich mich endlich durchgerungen, eine eigene Website auf die Beine zu stellen.
Ziel ist es, dass ich meine Fotos einem größeren Publikum zeigen kann und dass ich die Rechte meiner Bilder nicht an Webseiten wie Facebook etc zu bereitwillig abtrete…
Ich verdiene nichts an meinen Hobby, und so sollte auch nicht unbedingt jemand anders dran verdienen. Ein Freund von mir hat sein Foto plötzlich auf einem Buchcover eines amerikanischen Verlages wiedergefunden. Aber dazu irgendwann mal später..
Einen Hoster, also eine Firma, die mir Speicherplatz und die Domain (ingojens.de) zur Verfügung stellt, habe ich schnell gefunden. Dank Google konnte ich schnell die Anbieter vergleichen und habe mich hier für einen Basistarif von 4.99 Euro im Monat entschieden.
Da so aber noch keine Website vorhanden ist, muss ich diese erstmal basteln und habe mich hier für WordPress entschieden, da es eine Art Open Source ist und es viele Möglichkeiten zur Website-Gestaltung gibt.
Natürlich saß ich erstmal wie ein Ochse vorm Bildschirm und begriff wenig von Aufbau und Gestaltung; ich bin notorischer Handbuchverweigerer und probiere immer gerne drauf los, was in diesem Falle nicht ratsam war.
Gottseidank hat meine Freundin Ahnung von WordPress und hat mir erstmal die Zusammenhänge erklärt zwischen den Seiten und Beiträgen, den Widgets und anderen Plug-ins usw.
Und nun bin ich immerhin bis hierhin gekommen und habe aus einer willkürlichen Auswahl von Fotos diese Website erstellt; und ich arbeite dran, es immer besser zu machen. Ich würde mir gerne so ein professionelles Theme gönnen, aber bevor ich da 50 Euro für ausgebe, fuchse ich mich erstmal weiter durch! Wer sich hierhin verirrt UND Ahnung von Webgestaltung hat, darf sich gerne melden, und mir kostenlose Tipps geben!


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Ich habe eine neue Kamera und was jetzt?

Tags :

Category : Blog

Kennt ihr das? Nach Jahren mit einer handlich kleinen Taschenknipse habt ihr euch entschlossen, „einen Schritt weiter“ zu gehen und wollt euch eine Kamera kaufen, die so richtig tolle Bilder macht- die Art von Kamera, wo man sogar andere Objektive dranschrauben kann; also geht ihr zum Elektronikmarkt eures Vertrauens und ein übereifriger Verkäufer stürzt sich auf euch wie der Wolf auf das Lamm und zeigt euch die neuesten Errungenschaften digitaler Bildaufnahmetechnik und ihr steht da total überfüttert mit Informationen und doch so hilflos unnütz wie ein Mettigel im Veganerladen und wollt nur noch raus und steht da erstmal hilflos…

Es gibt doch das Internet und es muss ja für mehr gut sein als für Nachrichten, Katzenbilder und Facebook… aber was und wo und wie und womit überhaupt?

So ging es mir jedenfalls! Und ich habe mich nach und nach schlau gemacht, bevor ich meine erste digitale Spiegelreflexkamera kaufte
(2010 eine Canon EOS 50D) und ich möchte euch auch paar gute Internetseiten empfehlen, wo ich meine ersten Informationen gesammelt habe:

Auf www.dslr-forum.de konnte ich jede noch so blöde Frage an erfahrene (Hobby-)Fotografen richten! Dort kann systemunabhängig durch das gewünschte Nutzerverhalten das passende Kamerasystem ermittelt werden und jedes wichtige Kamerasystem hat ein eigenes Unterforum. Zudem gibt es dort einen „Biete und Verkaufe“-Bereich, wo ich über all die Jahre hinweg gute Erfahrungen gemacht habe!
Deutschlands größter Fotografie Kanal auf youtube: https://www.youtube.com/user/jaworskyjpictures
Benjamin Jaworsky betreibt seit Jahren mit angenehm frecher Schnauze erfolgreich seinen youtube Kanal und schafft es, mit einfachen Mitteln tolle Bilder hinzuzaubern! Seine Making Ofs gehören wirklch zu den besten Videos auf dem Markt!
Auf http://www.foto-kurs.com werden die technischen Aspekte einer Kamera und Objektive toll und umfassend erklärt; sicher erstmal viel Trockenfutter, aber danach macht euch kein Verkäufer was vor, wenn es um EURE Bedürfnisse geht!

Vieles hört sich erstmal schlimm an, aber wenn ihr wisst, dass viel High Iso mit Rauschen kein isotonisches Getränk und eine RAW Datei kein englisches Steak ist, dann seid ihr ein gutes Stück weiter und wenn ihr dann erstmal fit seid, bleibt es mit Photoshop und Lightroom spannend bis zur Lerngrenze !