Category Archives: Blog

  • 0

Und wieder ein Wechsel..

Tags :

Category : Blog , Technik

Und wieder habe ich einen kompletten Systemwechsel vollzogen. Diesmal von Olympus mft zu Fujifilm. Das war diesmal kein leichter Schritt, zumal die Olympus Kameras extrem spaßig sind und unglaublich viel Technik im Gehäuse haben ( vor allem die tolle Bildstabilisierung).
Als ich im März/April ein Monat in Hong Kong gelebt und gearbeitet habe, nahm ich die Olympus Om-D-Em M5II und die im Dez gebraucht gekaufte Fujifilm X-T1 mit und verglich im praktischen Testalltag Pro und Contra beider Systeme.

Für mich mit Fokus im Bereich Streetfotografie wäre die Olympus eigentlich perfekt: drehbarer Bildschirm, lautlose Auslösung, klein und unauffällig und eine gute Bedienbarkeit.. ich war damit sehr zufrieden..
Dass ich seit Dez bis über den April hinaus bei Fujifilm hängen geblieben bin, könnte ich nicht sehr logisch erklären außer einen anscheinend gefährlichen Hang zum Geld verbrennen..

Die Fujifilm X-T1 fühlt sich Retro an, was immer das heißen mag.. man kann die Blende über das Objektiv an einen Blendenring verstellen ( der aber das Signal dann elektronisch vom Objektiv an die Kamera und zurück weitergibt) und ich mochte die Farbgebung bzw die Farbsimulationen sehr wie auch die Möglichkeit, die Bilder ohne viel Schnickschnack in der Kamera zu entwickeln und dann aufs Smartphone zu schicken und somit ins Internet.

Diese RAW Entwicklung habe ich tatsächlich intensiv in Hong Kong genutzt und kaum mehr die Fotos über Lightroom entwickelt. Es ist tatsächlich sehr intuitiv und zusammen mit den haptischen Feedback der Kamera irgendwie sehr angenehm.

Dass die Fujifilm durch den leicht größeren Sensor etwas größer ist und die Objektive durch ihren hochwertigen Bau auch schwerer sind als Die von Olympus / Panasonic kann ich gut verschmerzen.

Insgesamt sind sie immer noch leichter als meine früheren Canon Objektive und mit den Zusatzgriff fühlt sich auch die X-T1 sehr gut an.

Gibt es bessere Bilder dadurch? NEIN, wir wissen ja alle, dass nicht die Kamera, sondern der Typ, der so angestrengt durch den Sucher schaut, die Bilder macht und nicht die Kamera.

Der Grund für den Verkauf von den Olympuszeugs war aber auch, dass ich nicht zwei ähnliche Systeme finanziell vertretbar halten kann und die beiden Bedienungskonzepte sind so unterschiedlich genug, dass ich zB die Olympus nicht mehr ordentlich bedienen konnte, nachdem ich eine Zeitlang mit der Fuji geschossen habe.

Da ich seit dem Verkauf der großen Canon immer noch die Systemblitze von Canon manuell weiter benutzte, habe ich diese auch in der „Räumungsaktion“ verscherbelt und werde in Zukunft das Blitzsystem von Godox benutzen, da der Hersteller TTL und Hi-Sync Kompatibilität für Fujifilm verspricht, also automatische Anpassung der Blitze an die Belichtungsmssung und Nutzung eines Blitzes über 1/250 als Synchronzeit bis hin zu 1/4000.
Letzteres verspricht die Nutzung eines Blitzes als Fülllicht bei Sonnenschein, was ich sehr spannend finde!
Das Godox System mit den passenden Sender werde ich gezielt hier auf meiner Seite vorstellen!

Zudem werde ich einen Speed-Booster vorstellen, mit dem man alte Objektive aus den 50/60/70ern manuell an der Fuji benutzen kann und den Sensorbedingten engere Blickwinkel (von Vollformat zu ASPC) etwas besser ausgleichen kann. (aber dazu später mehr)

Wer sich hinsichtlich Kamerakäufe und Objektive nicht entscheiden kann, sollte mal einen Blick ins www.dslr-forum.de riskieren und kann dort nach Registrierung eine Anfrage in einer der größten Fotocommunities Deutschlands stellen und bekommt dort auf jeden Fall gut Ratschläge (manchmal mehr als nötig)


  • 0

Timelapse with your iphone

Category : Blog , Travel

Hello,
today I want to show you, how to make timelapse on the simple way with your iphone.. Normally I `m writing in german, but this time I linked a timelapse video with my youtube account ( to save webspace here) and I hope you might enjoy it and look to my little site to gain more information about my hobby as a photographer.

I start with photography about 7 years ago, when I worked one year in New York City. My first lovely system camera was a Canon 50D and it brought me deeper in the world of sensor, lenses and photo editing with programs like Lightroom and Photoshop. I loved it and my interests grew over the years, when upgrading to those full-frame cameras like Canon 1Ds, 5D II and 5D III..

But be honest,with bigger sensor my pictures doesn`t getting better. So I changed to that nice Olympus cameras ( with complicated names like Olympus OM-D-EM 5 ) and these micro-four-thirds cameras are still impressive. They`re easy to carry around and perfect for street photography!

But I changed to Fujifilm this year, because their cameras fitting better to my needs. But these days those mirrorless cameras are so good, that you can`t doing a mistake by choosing one of these..

When I travel, I`m carrying one of those mirrorless cameras for photos and my iphone for video.

What you can do with that device besides making some calls is timelapse:

(please watch this video in HD Quality!)

So how did I do this timelapse video?
1.) I used some water and tissue, to clean the window of the tram, before
2.) I attached my cell phone with black tape at the window,
3.)then I choose the timelapse video mode and it was ON!


  • 0

Website Down und die Zeit danach

Category : Blog , Food

Nachdem meine Website durch ein fehlendes Update gecrasht war, ist es ruhig auf dieser Domain geworden.. Zum Glück spiegelt die Web Inaktivität nicht mein Leben wieder! Nach meinen 3 Monats Trip nach Peking bekam ich im April die Chance auf meine 3.Reise nach Hongkong; ein Monat Work&Travel in einer der quirligsten Städte der Welt.. Und es war echt ein Erlebnis!

Dafür nochmal Danke an das tolle Team vom Generalkonsulat in Hong Kong für die tolle Zeit!

Da ich in Hong Kong gerne und viel gegessen habe, kam mir die Idee auf, mein Menu auf meiner Seite um Food zu erweitern.. Interessant ist es eh immer, was es so in fernen Ländern gibt und zum Glück gibt es ja hier in der Heimat auch viele Möglichkeiten, Neues oder Altbewährtes in Restaurants zu entdecken oder selbst zu brutzeln.

 

 


  • 0
Ich auf der Großen Mauer in der Nähe von Mutianyu

China reloaded

 

2016 war ich ein zweites Mal in China und diesmal 3 Monate im fernen Osten. Ich werde diesen Blog nach und nach mit Text zu den Bildern füllen. Denn es werden noch Tokyo (Wunderbar!!) und nochmal Hongkong (auch schön) im Einzelnen kommen! Da ich mit meiner neuen Website einige Probleme habe, werde ich da wohl noch eine Menge verbessern müssen, denn so ist diese Seite doch unübersichtlich und ich kann einige Menü Punkte einfach nicht löschen (stehe da echt ratlos da)..

Aber schaut Euch doch die Fotos an.. immerhin schon etwas!


  • 0

Der fotografierte Fotograf

Da bin ich knapp über 40 Jahre alt und fange schon an, immer wieder zurückzublicken..
Seit 6 Jahren fotografiere ich intensiver und oft habe ich in Lightroom (mein Bearbeitungs – und Archivierungsprogramm) nur die Bilder markiert, die ich gemacht habe und selten die Bilder, die mein jeweiliger Fotobuddy von mir gemacht hat. Wo immer ich Freunde und Kollegen besucht oder Orte in dieser Welt aufgesucht habe, war ich oft nie allein und rückblickend bin ich froh, dass auch von mir Bilder während dieser Fototouren existieren.
Ich bin nicht sehr eitel und mag mich sowieso nicht gerne auf Fotos sehen, aber wenn man hier und dort sieht, wie ich mal wieder alles für ein Bild gebe (dass dann nachher wiedermal für die Tonne ist), dann macht sogar mir das Betrachten Spaß.

Wenn ich sehe,welche Fotoapparate mich dabei begleitet haben, bekomme ich schon etwas Wehmut. Einige haben mir schöne Erinnerungen beschert, mussten aber den Stand der Technik weichen..
Und an solchen tristen Apriltagen, wo mal eben die vier Jahreszeiten ganz ohne Vivaldi an einen Tag durchgepresst werden, macht es eh Spaß an ferne Orte zu verweilen.
Wenn ihr Lust habt, verweilt doch ein bisschen mit mir und schaut euch den fotografierten Fotografen an:

( wenn die Darstellung nervig ist, klickt einfach auf ein Bild und es öffnet sich eine Galerie, wo ihr in Ruhe die Bilder betrachten könnt)

 

 


  • 0

42,5mm f1,2 OIS Leica Nocticron

 

Heute mal eine Lobhudelei auf ein ungewöhnliches Objektiv:

das Panasonic Leica Nocticron 42,5mm f1,2 OIS, ein an KB gerechnetes 85mm Objektiv

Testberichte gibt es dazu en masse, zum Beispiel auf Krolop-Gerst, zwei bekannte Fotografengrößen aus Köln; oder auf Traumflieger, wo Stefan Gross wie gehabt, das Objektiv professionell von der technischen Seite untersucht; ebenso Patrick „Paddy“ Rudolph auf seiner wunderbaren Seite neunzehn72 (schaut euch bitte seine tollen Fotos an!)

Daher gibt es von mir eigentlich nichts mehr dazu beizutragen… außer , dass es ein Kavenzmann ist und an einer leichten Olympus oder Panasonic mft Kamera etwas …dick aufträg ( quasi das Gegenteil von den kleinen Rucksäcken bei voluminösen Frauen)

Zu den Objektivgrößen untereinander im mft System habe ich gestern paar Beispiele gegeben.

Der Preis und das Gewicht machen diese Linse sehr speziell, denn die meisten mft Benutzer bauen ein leichtes „Urlaubssystem“ auf, da sie ihre schwere DSLR (Digital-Single-Lens-Reflex) Kamera wie eine Canon oder Nikon zuhause lassen wollen und günstige Objektive bei Diebstahl leichter zu verschmerzen sind als die weltbekannten L-Linsen von Canon ( da weiß jeder kurzbeinige Langfinger, dass er das Ding für schönes Geld verscherbeln kann).

So bleibt zu Schluß jemand wie mich übrig, der sein Canon Geraffel vor kurzem verscherbelt hat und trotzdem nicht auf schönes Spielzeug verzichten möchte! Denn bei aller Vernunft, ein Hobby braucht keine Vernunft, sondern Passion und bei mir das Kind im Manne, der sich Tim-Tyalor mäßig mit einen rauen „Hohoho!“ an die Güte und Qualität einer solchen Linse erfreut.

Was mir stark an diesen Objektiv auffällt, ist a) die überlegende Lichtstärke, die ca 2/3 Blende stärker ist als die üblichen Festbrennweiten von Panasonic oder Olympus und b) die wirklich überlegende Schärfe und Mikrokontrast, die mir vor allem in Lightroom und Photoshop bzw bei 100 Prozent Beobachtung am Monitor auffällt. Durch dieses Objektiv nimmt die Kamera wirklich mehr Details auf! Und das bereits bei der voll nutzbaren Offenblende von f1,2.

Wenn ihr die Gallery unten anschaut, seht ihr, das auch bei schummrigen Licht des letzten St Patrick Day`s im Fritzpatricks Irish Pub in Rüttenscheid noch tolle Aufnahmen möglich sind, selbst wenn das Licht schon unterirdisch schlecht ist.

 

Bei meinen Selbstportrait, wo ich etwas scruffy aussehe (ja, paar Tage den Rasierer geschont), sieht man gut diese wunderbare Schärfe und auch mein in Photoshop bearbeitetes SW Seitenprofil geht einfach gut in der Bearbeitung.

Dieses Objektiv macht Laune, auch wenn es wirklich teuer ist! Wobei ich da auch noch das Olympus 7-14mm 2,8 Pro habe, welches NOCH voluminöser und schwerer ist…

Es ist ein schönes Objektiv, welches bei Offenblende benutzt werden will

Zum Abschluß könnt ihr euch bei weiteren Interesse ein Review bei Blunty DigiDirect anschauen. Leider hat Kai Wong von DigitalRev noch keine Beiträge dazu geschrieben, aber ein Besuch auf seiner Website lohnt sich für jeden halbwegs Fotointeressierten! Seine Beiträge erreichen ca 3-4 Millionen User weltweit!

 

 


  • 0

Berlin

Category : Blog

Ich war im Mai 2016 beruflich in Berlin und habe meine Olympus Kameras mitgenommen. Leider war das Wetter nicht optimal aber seht selbst:

 


  • 0

Frühling in Burghausen

Langzeitbelichtung mittels eines ND3 und ND 1,8 Graufilters

Langzeitbelichtung mittels eines ND3 und ND 1,8 Graufilters

 

Ich habe Ende März paar Tage in Bayern verbracht und natürlich auch die Olympus Kameras mitgenommen. Diesmal habe ich paar Graufilter mit reingepackt und wollte mal so schauen, ob und wie ich fotografiere.

Vorab, Burghausen mit der längsten Burganlage Europas ist wirklich ein schönes beschauliches Städtchen in Niederbayern direkt an der deutsch-österreichischen Grenze. Der heile-Welt-Charme ist phänomenal- vor allem, wenn man direkt aus dem Ruhrgebiet dorthin fährt… Als wäre ich direkt in eine Kulisse eines 50er Jahre Heimatfilms katapultiert. Überall sind die Menschen so aufgeschlossen freundlich, das Leberkäsbrötchen gibt es an jeder Metzgerei ebenso wie frische Bretzel und auch sonst hatte das Wetter mitgemacht! Es war einfach perfekt!

Ich habe die Gunst der Stunde ausgenutzt, und habe Impressionen der Burg Burghausen geschossen (sowohl von deutscher wie auch österreischischer Seite ) und ebenso paar Impressionen drumherum aufgenommen.

Ich hoffe, sie gefallen beim Betrachten!

 

Die Aufnahmen, wo die Wolken so verwischt sind, habe ich mit einen Haida Graufilter und Stativ gemacht, so kann die Kamera 10 Sekunden und mehr belichten und man kann das schwerelose Treiben der Wolken gemütlich aufnehmen.

Ich empfehle hier die Glasfilter von Haida (ND 3.0 und 1.8); ND steht für Neutral Density und heißt nix anderes als Graufilter. Diese sollten per se möglichst ohne Farbstiche funktionieren, was bei Top Produkten wie Lee Filters gut funktioniert aber auch bei Haida in erschwinglicheren Rahmen gut funktioniert. (Lee gilt bei Fotografen als sehr gut und auch sehr teuer). Ob Du dabei ein Filtersystem mit einen Filterhalter kaufst oder direkt ein passenden Schraubfilter, ist wurscht. Das Erstere ist flexibel und das Zweitere erstmal billiger und gepäckfreundlicher. Wie so oft läßt sich überflüssiges Geraffel über das DSLR-Forum oder ebay schnell verkaufen, so dass keine Fehleinkäufe lange gehortet werden müssen..

Zum Thema Langzeitfotografie passt auch mein kleiner Blog Unterweitwinkel ganz gut dazu. Schaut doch einfach mal rein!

INGO0470

 

 


  • 0

Unterweitwinkel Fotografie

 

Unterweitwinkel- Gimme more, Baby!

Heute habe ich in meinen Fundus nach Unterweitwinkel gekramt. Zum Einen, weil nächste Woche ein Besuch in der Hauptstadt ansteht und ich paar Fotos aus Berlin nochmal kurz überschauen wollte und zum Anderen, weil ich von einen guten Unterweitwinkelzoom auf ein noch besseres Unterweitwinkel gewechselt bin.
Noch hadere ich mit dem „Besser“; das Panasonic 7-14mm, welches an meiner Olympus M10 diese Bilder reproduziert hat, ist wirklich gut und wunderbar scharf und einzig die Anfälligkeit von Lensflares in einen lilafarbenden Farbstich hat es mich ein bisschen vergrault.

Rückwirkend fällt mir immer wieder auf, wie kritisch ich gegenüber meinen Bildern UND meiner Ausrüstung bin.. Nach einem Shooting speichere ich meine Bilder auf die Festplatte und lasse sie dort gerne mal reifen, bis ich später denke, WOW, dass es ist doch ein gute Bild, einfach kurz durch Lightroom jagen und hossa die Waldfee!

Was ist überhaupt ein Unterweitwinkel? Dafür schaut ihr am Besten in der Herstellerbeschreibung eures Objektives und da müsste etwas stehen wie ergibt am Kleinbild 16-35mm etc. Egal, was für für ein Kameratyp oder Format benutzen, als Referenzwerte zur Beurteilung der richtigen Brennweite werden die Kleinbildwerte von „früher“ genommen! Papas wie Opas Knipse benutzten alle das 35mm Format (ja, diese Filmrollen von damals) und daher haben wir immer noch diese Brennweiten als Standart.
Je nach Kamerahersteller müsst ihr also etwas umdenken oder googeln.. Vollformatknipser mit Sony A7II, Nikon D750 oder Canon 5DII brauchen gar nicht umdenken, da ihre Kamerasensoren genauso groß sind wie ein Kleinbild… Ich als mft Fotograf muss meine Objektivbrennweite mal 2 nehmen.
Alles unter der Standartbrennweite von 50mm gilt als Weitwinkel; wenn wir fokussiert in der Stadt rumlaufen und auf die Ampel oder auch beim Autofahren auf den Verkehr schauen, entspricht das ungefähr ein Sichtfeld von ca 40-50 Grad..
Bis 24mm haben wir dann unseren Weitwinkel (ich glaube, die iPhones haben ein 28mm Brennweite, was einen gemäßigten Weitwinkel von 75 Grad entspricht). Darunter wird es im er komplexer für den Objektivhersteller, da dieser einen hohen konstruktiven Aufwand betreiben muss und wir kommen zum Unterweitwinkel oder Ultraweitwinkel.

Korrigierte Objektive gibt es da in der Regel bis 14mm Brennweite runter, was einen Bildwinkel von 114 Grad entspricht.
Extremer sind Fischaugenobjektive, welches das Bild mit gekrümmten Linien aufnehmen, so dass bei 8mm zwar 180 Grad an den Diagonalen aufgenommen werden, aber dann habt ihr einen Kreis mit viel schwarzen Rändern aufgenommen..

Wenn ihr auf der Bildergalerie schaut, erkennt ihr gut, dass ein UWW (Unterweitwinkel) so oder so eine starke Sache ist! Man bekommt unglaublich viel Motiv aufs Bild!
Kann man dann auch oft tun, macht aber nicht immer Sinn! Warum?

Der Profi würde sagen, dass durch die Betonung des Vordergrundes und Minimierung des Hintergrundes der weitwinkelige Effekt nicht immer substanziell zum Bildaufbau beiträgt, vor allem dann, wenn kein interessanter Vordergrund vorhanden ist..

Und wo kommt das Ganze dann negativ zum tragen? Landschaften! Klingt komisch, ist aber so! Man zeigt zuhause die tollen Urlaubsfotos aus Tunesien oder Borkum oder Ostsee am Strand und zeigt der entgeisterten Verwandtschaft (die doch nur Kaffee und Kuchen abstauben wollte) diesen tooollen Strand und soooviel Meer! Komisch, dass Laaaandschaft und Laaangweilig so nah beieinander liegen!
Was fehlt dann da auf den Bildern? Warum war im Moment des Fotografierens alles so toll und nun ist alles so.. bäh?
Betonung des Vordergrundes! Wo nur Strand und Geröll ist, hätte höchstens ein Geologe Interesse dran, oder die NASA, wenn das Bild vom Mars wäre..
Ihr könnt dieses laangweiligen Effekt gut am Strandbild aus den Kanaren erkennen:

Fuerteventura Strand

Fuerteventura Strand

ich wollte irgendwie eine spannende Langzeitbelichtung mit den Teide im Hintergrund machen (der Berg auf Tenerifa, ich glaube zumindestens, dass es der Teide ist). Also bin ich ewig durch den Geröllsrand dorthin gewatschelt, hab mutig mein Stativ wie ein Bergsteiger seine Fahne auf dem Gipfel in den Strand reingezimmert und fühlte mich wie ein National Geographic Fotograf kurz vor seinem Durchbruch als Starfotograf.
Ich belichtete in der Gisch der rauen See unter Einsatz meines Lebens (nur die Snow Crabs Fischer aus Deadliest Catch- die gefährlichsten Jobs der Welt kommen da geradeso ran.. oder Astronaut auf dem Mars); minutenlang harrte ich von einer Belichtung zur Nächsten, wohlwissend, dass das Meer immer näher kam und die Gezeiten ihren nassen Tribut forderten und als Meisterwerk aus dieser elementaren Begegnung zwischen Mensch und Natur kam dieses … dieses…
echt dieses?..
nur dieses…
..blöde Bild raus!

Viel Lärm um nichts! Keine Einbeziehung des Vordergrundes! Paar olle wasserumspülten Steine machen noch keinen Sommer und der Berg, der war weit hinten und schien die Komposition zu verhöhnen..

Strandaufnahmen brauchen viel Geduld und einen schönen Vordergrund oder noch besser:
lasst die Kamera weg, macht paar Selfies mit eure/n Partner/in und geniesst die untergehende Sonne mit paar netten Schirmchendrinks!
Und so war und ist Berlin zum Beispiel ein spannendes Pflaster für Unterweitwinkel, wie ihr an den Sony Center oder in den diversen Ausstellungen sehen könnt!

 

Sony Center Berlin

Sony Center Berlin

Hervorheben möchte ich da das C/O Berlin im Amerika Haus in der Hardenbergstraße 22-24 in 10623 Berlin: die wechselnden Fotoaustellungen schaue ich mir immer wieder gerne an!
Die Aufnahme hier stammt aus der Ausstellung über den Fundus der berühmten Magnum Agentur. (ich stand tatsächlich nicht mal einen zwei Meter entfernt von der Wand)

 

C/O Berlin Ausstellung Magnum Photography

C/O Berlin Ausstellung Magnum Photography 2014

In der Stadt lohnt sich ein Unterweitwinkel, um die Dramaturgie zu erhöhen und Architektur hervorzuhaben; nicht zu verwechseln mit einem Telezoom für umtriebige Arschitekturfetischisten!

Rockefeller Center New York 2010

Rockefeller Center New York 2010

 

Grand Central Station Main Hall

Grand Central Station Main Hall 2010

 

 

Hagia Sofia Istanbul

Hagia Sofia Istanbul 2013

Wer den Kauf dieser oft teueren Objektive scheut, sollte nach Vorsatzlinsen und Konverter googeln! Selbst fürs iPhone gibt es solche Linsen zum Anklippsen! Macht vor allem dann Sinn, wenn eure beste Hälfte wiedermal angenervt ist, nur weil ihr gerade das 3000ste Bild von irgendeiner langweiligen Straße macht und beim nächsten Mal die Kamera im Hotel lassen müsst..
Einfach iPhone und so ein Ding ranklipsen und so tun, als würdet ihr Selfies machen!

Ihr wisst ja: Happy wife, happy life!

 

Wer schöne Weitwinkelfotos im Einklang mit Landschaft sehen möchte, sollte hier bei Markus BUSCH FOTOGRAFIE mal reinschauen! Er arbeitet viel mit Langzeitbelichtungen und seine Bilder sind das Ergebnis von guter Beobachtung und Geduld!